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La reglas de este for las hace y deshace como quiere su propietario. Moderator: Joerg Wierlemann
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Re: Construccion -Hanf / Lehm WärmedämmungStampflehm
![]() Steildach ![]() Zwischensparren - Dämmung mit Hanf- Dämmwolle Geschossdecke ![]() Zwischen den Etagen ist neben dem Schall auch der Trittschall zu dämmen. Hanf-Lehm-Schallschüttung als Ausgleichsschüttung/Schalldämmung/Trittschalldämmung/Wärmedämmung Dämmstoff Schilfrohr Schilf wird seit Jahrtausenden im Bausektor eingesetzt. Durch die Entwicklung moderner, meist künstlich hergestellter Dämmstoffe gerieten die Vorzüge des Schilfs jedoch fast in Vergessenheit. Durch die Rückbesinnung auf jahrhundertelang bewährte Naturmaterialien wurden Schilf und seine Qualitäten schließlich wieder entdeckt. Schilf oder Reet wird vor allem in osteuropäischen Ländern geerntet. Dort hat man nie aufgehört, mit Schilf als Baustoff zu arbeiten. An den Ufern der großen Seenplatten wie z. B. Plattensee in Ungarn oder Neusiedler See in Österreich wird der nachwachsende Rohstoff einmal im Jahr gemäht. Das ist auch aus ökologischen Gründen sinnvoll: Würde das Schilfgebiet immer größer, droht das ”Umkippen” der Feuchtbiotope durch zu hohe Stickstoffwerte. Um das Tier- und Pflanzenleben nicht zu stören, mäht man im Winter auf der zugefrorenen Eisfläche und unter strenger Aufsicht der Naturschutzbehörden. Zur Herstellung von Schilfrohrdämmplatten werden einzelne Schilfstauden eng zusammengepresst und mit verzinktem oder Edelstahl - Draht maschinell gebunden. Diese Platten sind bruchsicher und lassen sich freitragend spannen. Dennoch ist das Material formbar. Selbst gewölbte Deckengestaltungen sind kein Problem. Ein weiteren Vorteil: Schilf hat von Natur aus einen hohen Kieselsäuregehalt. Wird der weiche Schilffaserring entfernt, erreicht man gute Brandschutzeigenschaften, ohne einen chemischen Zusatzstoff. Schilfrohrdämmplatten gehören der Brandschutzklasse B 2 (normal entflammbar) an. Sie können ohne bauliche Zusatzmaßnahmen eingesetzt werden. Außerdem ist Schilfrohr weitgehend unverrottbar. Die guten Wärmedämmeigenschaften von Schilfrohrplatten beruhen auf den großvolumigen Hohlräumen der Fasern des länglichen Schilfrohres. Ihr k-Wert liegt nach DIN bei 0,056 W/mK. Bei einer Dämmung von z. B. 3 x 50 mm Schilfrohrplatten wird ein hervorragender k-Wert von 0,37 W/mK erreicht. Kostenbewertung: relativ preiswert Flachs Flachs eignet sich als Dämmstoff für den Dach-, Wand- und Deckenbereich. Seine Dämmeigenschaften können sich sehen lassen: Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei hervorragenden 0,038 W/mK und ist damit in die Wärmeleitfähigkeitsgruppe 040 eingeordnet. Bezüglich des Brandverhaltens ist Flachs in der Brandschutzklasse B 2 angesiedelt, ähnlich wie Cellulosedämmwolle oder Kork. Um die Entflammbarkeit von Flachs herabzusetzen, werden die Dämmstoffmatten mit Borax und Wasserglas versetzt. Die Schallschutzeigenschaften sind ebenfalls sehr gut. Besonders bei der Trittschalldämmung erzielt Flachs beste Werte. Seine Stärken zeigt das ökologische Dämmmaterial auch bei der Diffusionsfähigkeit. Anders als konventionelle Dämmstoffe wie Mineralwolle, ist Flachs in der Lage, Feuchtigkeit (sog. Schwitzwasser) aufzunehmen und auch wieder abzugeben. Zu bedenken bei der Verwendung von Flachs ist aber, dass Flachs atmen will. Auf eine ausreichende Hinterlüftung der Dämmkonstruktion ist aus diesem Grund zu achten. Die Entsorgung der Flachs-Dämm-Matten ist kein Problem. Die Dämmstoffe werden wiederverwertet oder, wenn dies durch Verunreinigungen nicht möglich ist, zerrissen, kompostiert und wieder auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Baumwolle Neben Baumwollputzen und Baumwolltapeten kommt Baumwolle bei Hausbau und Renovierung hauptsächlich als Dämmstoff für Dach, Wand und Decke zum Einsatz. Aufgrund seiner Faserstruktur erreicht Baumwolle hervorragende Wärmedämmwerte. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,037 W/mK und wird damit in die Wärmeleitfähigkeitsgruppe 0,40 eingeordnet. Wegen der erwähnten speziellen Faserstruktur erreicht Baumwolle auch eine sehr gute Schallisolation. Daher eignet sich die Baumwolle besonders gut für Schallschutzmaßnahmen in Dach, Wand und Boden. Produkte aus Baumwolle stammen aus intensivem Anbau in südlichen Ländern. Herstellung als Einblasflocke (siehe auch Zellulose) und Mattenware, robust, Wärmeleitfähigkeit 040, normal entflammbar – als Einblasdämmung preiswert, als Mattenware relativ teuer. Zellulosedämmung Rohstoff für diese Zellulosedämmstoffe sind meist Tageszeitungen. Hanffasern Produkte aus Hanffasern. Intensiver Anbau in Deutschland und Frankreich. Mattenware, problematisch, wenn Stützfasern aus Polyester eingesetzt werden, Wärmeleitfähigkeit 045, normal entflammbar durch Zugabe von Flammschutzmittel. In der Fabrik Zehdenick werden aus 100% Naturfasern, vornehmlich Hanf und Flachs, Vliese und Filze als vernadelte Bahnware mit und ohne Trägerstruktur in Matten, Rollen oder Streifen sowie Einblas- und Stopfdämmung gefertigt. Hanffaserfilzprodukte sind als Trittschall und Isolationsmatten bereits ein sehr gefragter, behaglicher Baustoff. Die dämmenden und klimatisierenden Eigenschaften werden von vielen Anwendern als ideal bezeichnet. Fachgerecht eingesetzt ist das Material als Bau, Polster oder Matrixmatte langzeittauglich mit einer hohen mechanischen Festigkeit. Der Baustoff ist angenehm zu verarbeiten. Für den Einsatz im Bauwesen wurde die Trittschalldämmung von einer anerkannten Bauprüfungsanstalt geprüft (B2). Das Material ist kompostierbar - ein gewünschter Vorteil von Geovlieswaren.
Wie der Herr, sos Gscherr
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